Alenwen and Friends –
Folge 3: Durins Faust der Gerechten
Durins Faust der Gerechten –
eine Gemeinschaft, die Mittelerde zum Beben bringt
Sie marschieren in Formation, tragen ihre Sippenfarben mit Stolz und sind meist schon zu hören, bevor man sie sieht. Doch hinter den schweren Stiefeln, den donnernden Trommeln und den stattlichen Bärten verbirgt sich weit mehr als eine Zwergensippe in einem Onlinespiel. Durins Faust der Gerechten ist eine gewachsene Gemeinschaft – und für viele ihrer Mitglieder ein Stück Heimat in Mittelerde.
Wenn in Bree die Erde bebt
Es ist ein ruhiger Tag in Bree. Händler bieten ihre Waren an, Reisende ziehen durch die Straßen und vor dem Tänzelnden Pony tauscht man die neuesten Geschichten aus.
Dann erklingen Schritte.
Erst leise, dann immer deutlicher. Gleichmäßig und schwer schlagen sie auf das Pflaster. Köpfe drehen sich, Gespräche verstummen und irgendwo bleibt ein Hobbit mit einer Pastete in der Hand stehen.
Eine Reihe von Zwergen marschiert durch die Stadt.
Die Sippenkluft sitzt, die Bärte sind gerichtet und an der Spitze schreitet Fürst Kriso Sturmschild. Hinter ihm folgen die Mitglieder von Durins Faust der Gerechten, von Freunden und Weggefährten meist einfach nur die Fäuste genannt.
Solche Aufmärsche gehören längst zu ihrem Erscheinungsbild. Besonders bekannt wurden die Fäuste durch ihre gemeinsamen Märsche durch Bree, ihre einheitliche Kleidung und die Mischung aus beeindruckender Disziplin und unübersehbarem zwergischem Humor. Wer ihnen begegnet, erlebt selten eine schweigsame Militärparade. Irgendwo wird gelacht, geneckt oder vermutlich bereits darüber gestritten, wer später das nächste Fass ansticht.
Eine Sippe aus den frühen Tagen von HDRO
Durins Faust der Gerechten gehört zu den alten, gewachsenen Zwergensippen aus Der Herr der Ringe Online. Ihre Geschichte reicht bis in die frühen Jahre des Spiels zurück. Ihre Wurzeln liegen auf dem ehemaligen Server Belegaer; heute ist die Gemeinschaft mit der Welt Meriadoc verbunden.
Angeführt wird die Sippe von Fürst Kriso Sturmschild. In den Berichten über die Fäuste erscheint er als Anführer mit Disziplin und Erfahrung, aber ebenso mit Humor, Geduld und einem großen Herzen für seine Gemeinschaft. Aus so manchem unerfahrenen „Jungbart“ wurde unter seiner Führung im Laufe der Jahre ein stattlicher Fäustezwerg.
Doch eine Sippe besteht nicht nur aus ihrem Anführer.
Sie besteht aus den Stimmen, die sich am Abend im Chat melden. Aus denjenigen, die noch schnell aushelfen, obwohl sie eigentlich schon gehen wollten. Aus gemeinsamen Reisen, misslungenen Kämpfen, überraschenden Siegen und jenen Abenden, an denen man kaum vorankommt, weil alle viel zu sehr lachen.
Die Fäuste spielen hauptsächlich online. Trotzdem ist das, was zwischen ihnen entstanden ist, keineswegs weniger echt. Freundschaft fragt nicht danach, ob man sich an einem Tisch oder vor einem Bildschirm begegnet. Sie zeigt sich darin, ob jemand bleibt, wenn Hilfe gebraucht wird – und ob man gemeinsam feiern kann, wenn es etwas zu feiern gibt.
Es gibt bereits einen alten Artikel über diese Sippe, wer mehr erfahren will , klickt auf den Link
Musik, Feste und donnernde Trommeln
Wer bei einer Zwergensippe nur an Äxte, Rüstungen und dunkle Minen denkt,
kennt die Fäuste noch nicht.
Musik gehört fest zu ihrer Geschichte. Mit Trommeln, gemeinsamen Konzerten und Auftritten auf Festen haben sie sich weit über ihre eigenen Hallen hinaus einen Namen gemacht. Ihre Kapelle trat bei Veranstaltungen auf und lud bereits zu Konzerten im eigenen Sippenhaus ein. Auch gemeinsame musikalische Abende mit anderen Gruppen der deutschsprachigen LOTRO-Gemeinschaft sind über viele Jahre dokumentiert.
In alten Chroniken finden sich gemeinsame Julkonzerte, Reisen zu den Fäusten, Kostümfeste und Jubiläumsfeiern. Bereits im August 2014 wurde ein Bündnis mit dem Stammtisch zum Efeubusch festgehalten. Später folgten unter anderem ein gemeinsames Bündnisfest am Schärener Berg, ein Julkonzert und mehrtägige Besuche bei den Fäusten.
Diese Einträge erzählen nicht nur von vergangenen Veranstaltungen. Sie zeigen, wie stark die deutschsprachige LOTRO-Gemeinschaft durch ihre Spieler selbst geprägt wurde.
Mittelerde ist hier nicht bloß eine Kulisse.
Es ist eine Bühne.
Eine Bühne für Konzerte, Märsche, Theater, Rollenspiel, Freundschaft und all die kleinen Geschichten, die in keinem offiziellen Geschichtsbuch stehen – aber für diejenigen, die dabei waren, unvergesslich bleiben.
Aus Pixeln werden Erinnerungen
Das Besondere an einer Gemeinschaft wie Durins Faust der Gerechten lässt sich nur schwer anhand von Mitgliederzahlen, Ausrüstung oder errungenen Erfolgen erklären.
Es liegt in den Erinnerungen.
In dem einen Konzert, bei dem plötzlich alles schiefging und es gerade deshalb ein großartiger Abend wurde. In einem gemeinsamen Marsch, bei dem mindestens ein Zwerg aus der Reihe tanzte. In einem neuen Mitglied, das anfangs kaum jemanden kannte und irgendwann ganz selbstverständlich zu den Fäusten gehörte.
Auch außerhalb der eigenen Sippe hinterließen sie Spuren. Der Auenland Bote, eine Rollenspielzeitung der deutschsprachigen HDRO-Gemeinschaft (Link findet ihr hier unter Menü- Mehr), berichtet regelmäßig über Feste, Konzerte und Ereignisse aus dem von Spielern gestalteten Mittelerde. In seinen Chroniken findet sich unter anderem ein Beitrag über die Fäuste und eine Südviertel-Jubiläumsfeier.
Solche Berichte bewahren etwas, das in Onlinewelten leicht verloren gehen könnte: den Augenblick.
Denn Server verändern sich. Figuren wechseln ihre Gewänder. Häuser werden umgestaltet und manche Gefährten loggen sich eines Tages zum letzten Mal aus. Was bleibt, sind die Geschichten, die man gemeinsam erlebt hat.
Stark, wenn es darauf ankommt
Natürlich darf bei einer echten Zwergensippe der Kampf nicht fehlen.
Die Fäuste wissen sich zu verteidigen. Sie reisen durch gefährliche Gebiete, stellen sich den Feinden der freien Völker entgegen und stehen ihren Verbündeten zur Seite. Doch ihr vielleicht größter Sieg besteht nicht aus einer bezwungenen Instanz oder einer besonders seltenen Belohnung.
Er besteht darin, über viele Jahre eine Gemeinschaft zusammenzuhalten.
Eine Gemeinschaft, in der neue Mitglieder aufgenommen werden. In der man miteinander lacht, musiziert und feiert. In der Freundschaften wachsen können, obwohl zwischen den Menschen hinter den Figuren viele Kilometer liegen.
Passend dazu lautet ein überlieferter Ausspruch:
„Brauchst du Hilfe oder willst du mal so richtig feiern? Frag die Fäuste!“
Dieser Satz beschreibt die Sippe vermutlich besser als jede lange Aufzählung ihrer Taten.
Die Fäuste gehören zu Mittelerde
Vielleicht begegnet man ihnen eines Abends in Bree.
Vielleicht hört man Musik aus einer Halle dringen, sieht eine Reihe schwer gerüsteter Zwerge über den Marktplatz ziehen oder entdeckt einige von ihnen bei einem Fest zwischen Hobbits, Elben und Menschen.
Dann sollte man einen Moment stehen bleiben.
Denn was dort vorbeimarschiert, ist mehr als eine Gruppe von Spielfiguren.
Es ist eine Gemeinschaft, die über Jahre hinweg ihre eigenen Geschichten geschrieben hat. Eine Sippe, die gezeigt hat, dass aus einem Onlinespiel ein Treffpunkt werden kann – und aus Mitspielern Freunde.
Solange ihre Schritte durch Bree hallen, ihre Instrumente erklingen und irgendwo ein Jungbart versucht, unauffällig dem Sippenhausputz zu entkommen, wird man in Mittelerde von ihnen erzählen:
von Durins Faust der Gerechten,
von Fürst Kriso Sturmschild,
und von den Zwergen, die alle nur die Fäuste nennen.
P.s. Wer übrigens gerne bei „Durins Faust der Gerechten“ mitspielen möchte
– wirklich eine sehr liebe Sippe –
kommt einfach in Der Herr der Ringe Online auf den Server Meriadoc.
Dort sind sie meistens sonntags in Bree anzutreffen.
Keine automatische Magie, sondern Gestaltung

Bei solchen Projekten wird schnell von „KI-Magie“ gesprochen.
Und schnellen Prompts!
Das klingt spektakulär, greift aber zu kurz.
Die Werkzeuge erzeugen Bildvarianten oder Bewegungen. Sie entscheiden jedoch nicht, welche Szene erzählt werden soll. Sie wählen keine Musik, bestimmen nicht die Länge einer Kamerafahrt und erkennen nicht zuverlässig, ob ein Ort noch wirkt.
Diese Entscheidungen bleiben Teil der redaktionellen Arbeit.
Motivauswahl, Bildaufbau, Stilrichtung, Bewegung, Schnitt und Ton formen das eigentliche Ergebnis. Auch Fehlversuche gehören dazu. Eine zu schnelle Kamerafahrt kann eine ruhige Szene zerstören. Übertriebene Bewegung lässt Pflanzen oder Gebäude unnatürlich erscheinen. Eine zu starke Veränderung entfernt das Bild so weit vom Spiel, dass der Zusammenhang verloren geht.
Transparenz nimmt dem Ergebnis dabei nichts von seiner Wirkung.
Im Gegenteil: Sie macht den kreativen Prozess nachvollziehbar.
Die größte Herausforderung war für mich, die Rautenmuster aus den mit ChatGPT Image 2 erstellten Bildern zu entfernen. Mithilfe interner Weichzeichner und Retuschen von Davinci Resolve Studio konnte ich das Gröbste beseitigen, leider jedoch nicht alles. Das war zwar ärgerlich, aber ich denke, dass ich einen guten Kompromiss gefunden habe. Diese Rautenbildung ist übrigens ein OpenAI bekannter KI-Fehler, der bisher noch nicht vollständig behoben wurde – schade. Betrachtet daher die unbehandelten Bilder:































































































































































































































































































