
Von ersten Beats, großen Träumen
und der Reise nach Mittelerde (Teil 1)
Wie die Zeit vergeht! Unglaubliche 10 Jahre ist es nun her, dass Darkbats (Nur Musik) das Licht der Welt – oder besser gesagt, die Server diverser YouTube-Kanäle – erblickt hat. Ein ganzes Jahrzehnt voller Kreativität, Rückschläge, Neuerfindungen und vor allem: unheimlich viel Herzblut. Zu diesem Jubiläum möchte ich euch mit auf eine kleine Zeitreise nehmen.
Ein kleiner Epilog: Wer steckt eigentlich hinter Darkbats?
Nach all den Geschichten über 10 Jahre YouTube, Musik, Elben und KI-Animationen fragt sich der eine oder andere vielleicht: Wer ist eigentlich der Typ, der das alles macht? Zeit für ein paar ungeschönte Fakten zu meiner Person, damit ihr wisst, mit wem ihr es hier zu tun habt.
Vom Autodidakten zum Hobby-Regisseur
Ich bin im Grunde einfach ein gewöhnlicher, mittlerweile schon etwas älterer Mann, der das hier alles rein als Hobby nebenher betreibt. Ich habe keine große Medienschule besucht oder jahrelang studiert. Alles, was ihr hier seht und hört – vom Musikmachen über den Videoschnitt und die Kameraführung bis hin zur Erzählstruktur , habe ich mir über die Jahre komplett selbst beigebracht.
Ich stehe ganz normal im Berufsleben und gönne mir hier und da ganz bewusst meine Freizeit, da ich es mir glücklicherweise leisten kann. Dass ich dieses kreative Chaos überhaupt so frei ausleben kann, verdanke ich vor allem einem: meiner wunderbaren Frau, die mir immer den Rücken stärkt. Gestützt durch sie könnte mein Leben eigentlich nicht schöner sein.
Harte Schale, weicher Kern (und eine Prise Misanthropie)
Wenn man mich fragt, wie ich ticke, bin ich ganz direkt: Ich habe sehr oft so ein richtiges
„Leckt mich doch alle am Arsch“-Gefühl. Manchmal denke ich mir einfach:
Ich hasse Menschen. Lasst mich in Ruhe,
lebt ihr euer Leben und lasst mich verdammt nochmal meins leben.
Haha, okay, ganz so schlimm ist es in der Realität natürlich nicht!
Aber seien wir mal ehrlich: Denkt nicht jeder ab und zu genau so darüber?
Es trifft meinen Charakter aber ziemlich gut auf den Punkt. Wer mich jedoch besser kennt und mit wem tiefere Freundschaften entstehen, der weiß: Wir sind absolute Herzensmenschen. Wenn man zu meinem inneren Kreis gehört, dann richtig. Das kann ich genau so dick und fett unterstreichen.
Mein Tempo, meine Regeln
Eine Sache, die ihr über mich und diesen Kanal wissen solltet:
Ich lasse mich nicht drängen. Ich mache die Dinge in meinem Tempo und vor allem so, wie ich sie will.
Wer damit ein Problem hat, weiß ja, wo das rote oder weiße X oben rechts im Browserfenster ist.
Das mal als kurzes, knackiges Update zu meiner Person.
Ich hoffe, das sollte euch jetzt nicht abschrecken… oder etwa doch? Höhö.
Die Anfänge: Holprige Töne und große Träume
Angefangen hat alles mit der Musik auf unserem YouTube-Kanal Darkbats. In einer Zeit, lange bevor Künstliche Intelligenz auf Knopfdruck fertige Songs ausspuckte, habe ich meine Tracks noch komplett selbst geschrieben.
Ja, seien wir ehrlich: Manchmal klang das ein wenig holprig und der eine oder andere Ton war vielleicht auch mal schief. Aber wisst ihr was? Es kam direkt von Herzen. Und erstaunlicherweise kam es an! Einige wenige Tracks wurden für unsere Verhältnisse sogar richtig gut abgerufen. Das war eine Zeit, die extrem motiviert hat.
Kurzzeitig war meine Musik sogar auf den großen, bekannten Musikplattformen verfügbar.
Für einen Moment dachte ich wirklich: Jetzt geht’s los, jetzt wird man groß rauskommen.
Die bittere Realität des Musikbusiness
Doch ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Schon damals, ganz ohne die heutige KI-Flut, war es extrem schwierig, überhaupt gehört zu werden. Die ungeschriebene Regel der Branche lautete: Wer kein großes Geld in Werbung und Promo steckt, bleibt unsichtbar.
Da ich diesen Weg nicht mitgehen wollte, blieb ich eben unbekannt –
und bin es ehrlicherweise bis heute geblieben.
Ein kurzer Gedanke zur heutigen Zeit: Wenn ich mir ansehe, wie KI-generierte Musik heute das komplette Internet flutet, kann man den organischen Durchbruch als kleiner Künstler eigentlich total vergessen. Solange man nicht von Plattenfirmen oder Radiosendern massiv gepusht wird, hat man quasi keine Chance mehr.

Ein neuer Weg: Musik trifft auf Mittelerde
Aber Aufgeben war keine Option. Ich brauchte nur eine neue Idee. Ich dachte mir:
Warum nutze ich meine Musik nicht einfach für ein paar Fantasy-Geschichten?
In Kombination mit einem narrativen Rahmen,
könnte die Musik viel eher die Ohren und Herzen der Menschen erreichen.
Aus diesem Gedanken heraus wurde unsere Fantasy Genre geboren:
Darkbats Fantasy mit der Serie Alenwen.
Die Prämisse war einfach, aber wirkungsvoll. Es ging um eine herrlich naive aber liebenswerte Elbin namens Alenwen und ihre „beste“ Freundin Skaldiv. Ein klassischer Schwarz-Weiß-Kontrast, der nicht nur für humorvolle Momente sorgen, sondern auch eine wunderbar liebliche Dynamik über Freundschaft entfalten sollte. Das Ganze siedelten wir im geliebten Herr der Ringe-Universum an.
Die Bühne: Lord of the Rings Online
Da wir zu dieser Zeit ohnehin aktiv Lord of the Rings Online (LotRO) spielten, lag die Lösung auf der Hand: Warum nicht einfach diese gigantische, wunderschöne Welt als unsere digitale Bühne nutzen, um Geschichten zu erzählen?
Wir fingen an, Szenen direkt im Spiel aufzunehmen. Mit Ingame-Emotes versuchten wir, ein gewisses Lip-Syncing (Lippensynchronität) zu erzeugen. Zugegeben, das Ergebnis war eher „Semi-Pro“, aber es erfüllte absolut seinen Zweck und verlieh den Figuren Leben.
Später wagte ich mich an den nächsten, unglaublich aufwendigen Schritt: Mit einem teuren Animationsprogramm erweckte ich einen „Photo Talking Head“ zum Leben.
Wer das heute mit modernen Tools macht, ahnt gar nicht, was das früher für eine knochenharte Arbeit war:
- Man musste die Lippen und den Kopf mühsam per Hand einzeichnen.
- Jede einzelne Bewegung musste aufwendig auf einer Timeline gestaltet und angepasst werden.
Eine kleine Nische mit riesigem Herz
Die ganze Arbeit und die schlaflosen Nächte haben sich jedoch gelohnt. Es entstanden ganze 2 Staffeln rund um Alenwen und Skaldiv – zwei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
In unserer Community kamen die beiden richtig gut an. Wir haben uns vielleicht nur eine kleine Nische aufgebaut, aber dafür eine unglaublich herzliche und treue. Wenn man sich auf diese Geschichte einlässt, bekommt man ein wunderschön erzähltes Abenteuer geschenkt.
Doch diese zwei Staffeln waren erst der Anfang unserer Reise…
Der Kampf gegen den Algorithmus, technische Tücken und ein stolzes Finale
Ich habe es in der Vergangenheit oft gepredigt – fast schon wie ein Pfarrer in der Kirche –,bitte gebt den Geschichten eine Chance! Auch denjenigen, die selbst gar kein Lord of the Rings Online (LotRO) spielen, habe ich immer wieder ans Herz gelegt, in die Serie reinzuschauen. Denn die wahre Magie von Alenwen und Skaldiv entfaltet sich erst mit den späteren Folgen immer mehr. Aus meiner Sicht ist es ein durch und durch unterhaltsames Abenteuer geworden.
Long-Form vs. Shorts: Die veränderte YouTube-Welt
Doch wir müssen der Realität ins Auge blicken: Wer investiert heute noch die Zeit, sich lange Videos anzuschauen, und dann auch noch in so einer speziellen Nische?
Die Antwort ist leider: kaum jemand. Shorts sind mittlerweile das A und O auf den Plattformen. Es ist teilweise extrem frustrierend zu sehen, wie kurze, manchmal völlig sinnlose oder alberne Clips Millionen von Aufrufen generieren, während eine mit Liebe erzählte Fantasy-Geschichte im Hintergrund verschwindet.
Wir haben es trotzdem durchgezogen. Das Muster der Zuschauerzahlen war dabei so klassisch wie ernüchternd:
- Die erste Episode von Alenwen wurde noch richtig gut abgerufen. Die Neugier war da.
- Die weiteren Episoden, in denen die Geschichte tiefer wurde, echtes Abenteuer und Sinn ins Spiel kamen, wurden von der breiten Masse leider oft links liegen gelassen.
Dazu kam unsere Produktionszeit. Eine einzige Folge auf die Beine zu stellen, dauerte gut und gerne 2 bis 3 Monate. Es geht und ging einfach nicht schneller. Das hat das allgemeine Interesse sicherlich negativ beeinflusst, denn wer wartet in der heutigen, schnelllebigen Zeit schon so lange auf eine Fortsetzung? Am Ende war es eine immense Arbeit, die „nur“ unsere treuesten Fans an der Stange hielt. Doch genau diesen Fans sind wir bis heute unendlich dankbar! Ohne euch hätte das alles keinen Sinn gemacht.
Staffel 2: Wenn die Technik zum Endgegner wird
Als wäre der Kampf um die Aufmerksamkeit nicht schon schwer genug,
kamen in Staffel 2 massive technische Probleme seitens LotRO auf uns zu.
Es gab plötzlich Emote-Fehler, die unsere Aufnahmen fast ruinierten. Augen und Mimiken der Charaktere glitschten völlig unnatürlich heraus, dazu kamen heftige Lags und Ruckler im Spiel, die jede flüssige Szene zu einer Geduldsprobe machten. Diese Probleme haben die Arbeit derart erschwert, dass wir letztlich gezwungen waren, die Geschichte mit einem Rückblick auf die Kindheit der beiden abzuschließen. Für diese Kindheits-Szenen haben wir die Fluss-Hobbits genutzt – diese Charaktermodelle waren von den Emote-Bugs glücklicherweise nicht betroffen.
Ein bitterer Nachgeschmack:
Bis heute wurden manche dieser fehlerhaften Emotes im Spiel nicht behoben.
Eine Enttäuschung über die Prioritäten der Entwickler
Ich muss ehrlich sagen: Ich war und bin einfach nur enttäuscht von der Entwicklung des Spiels. Man hat das Gefühl, dass dort Programmierer sitzen, deren einziger Fokus auf dem sturen Herausbringen von Inhalten liegt – getreu dem Motto: Erweiterung, Erweiterung, Geld, Geld.
Die Bedürfnisse der Rollenspieler-Community, die das Spiel auf eine ganz eigene, kreative Art am Leben erhält, schienen völlig egal zu sein. Dass solche immersionsbrechenden Bugs einfach ignoriert werden, spricht Bände.
Ein Fazit mit Herz
Aber ich will mich an diesem Jubiläum nicht allzu sehr aufregen oder in Negativität verfallen.
Was am Ende zählt, ist das, was wir geschaffen haben:
Trotz aller Widerstände, trotz des schnelllebigen Algorithmus und trotz technischer Katastrophen sind 2 volle Staffeln entstanden. Zwei Staffeln voller Herzblut, Leidenschaft und Kreativität, auf die wir heute, zum 10-jährigen Bestehen von Darkbats, unglaublich stolz sind.
Die Zukunft ist jetzt –
Mit KI zu neuen Ufern und der Rückkehr von
Alenwen (Staffel 3)
Wir springen in die Gegenwart. Ein paar Jahre nach dem Ende der klassischen Alenwen-Serie befinden wir uns nun mitten in der Ära von Patsy Wackelwitz, Künstlicher Intelligenz und völlig neuen kreativen Möglichkeiten.
Die Zeiten haben sich geändert, und ich mich mit ihnen. Durch die rasanten Entwicklungen im Bereich der KI habe ich nun endlich die Werkzeuge an der Hand, um mich breiter aufzustellen und meine Visionen ohne die alten technischen Fesseln umzusetzen. Auch durch die Erfahrung von der Patsy Wackelwitz Serie.
Vom epischen Epos zum knackigen Clip
Meine Lust auf das Erzählen von Geschichten ist ungebrochen, aber die Formel hat sich angepasst. Anstatt mich wieder in gigantischen, extrem langen Handlungssträngen zu verlieren (die, wie vorhin besprochen, oft die Zeit der Zuschauer sprengen), habe ich jetzt richtig Bock auf etwas Neues:
Es wird wieder Geschichten geben, aber in Form von kleineren,
abwechslungsreichen und vor allem lustigen Clips.
Goodbye LotRO-Bühne, Hallo KI-Studio
Der größte Cut betrifft jedoch unsere „Bühne“. Wir werden uns für die neuen Abenteuer von Alenwen nicht mehr in Ingame-Welten wie Lord of the Rings Online (LotRO) herumschlagen müssen. Keine verbuggten Emotes mehr, keine herausglitschenden Augen und keine frustrierenden Server-Lags.
Wir setzen diesmal zu 100 % auf KI.
Die ersten Vorproduktionen laufen bereits langsam an, und die Ergebnisse sind einfach nur atemberaubend. Die heutigen Tools bieten mir Möglichkeiten, von denen ich vor ein paar Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätte:
- Charaktere von Grund auf visuell aber vertraut neu erschaffen.
- Ihnen mit flüssigen Bewegungen Leben einhauchen.
- Eine nahezu perfekte Lippensynchronität (Lip-Sync) darüberlegen.
Das alles verschmilzt zu einer wunderschönen Animation – und das für vergleichsweise wenig Geld. Was man jedoch investieren muss (und das nicht zu knapp), ist Zeit, um diese Welten und Figuren nach den eigenen Vorstellungen zu formen.
Der Elefant im Raum: KI-generierte Musik
Und dann ist da noch die Musik. Wer mich kennt, weiß, dass ich früher jeden Ton selbst geschrieben habe. Aber ich habe in letzter Zeit viel mit KI-Musik-Generatoren wie Suno experimentiert. Und was soll ich sagen? Werde ich es nutzen? Vermutlich ja.
Es spart mir unglaublich viel Zeit, die ich stattdessen voll in das visuelle Erlebnis, das Arrangement und das Pacing stecken kann. Um mich auf das gesamte Paket zu konzentrieren.
Wenn man ehrlich ist: KI-Musik ist erschreckend gut geworden. Das ist auf der einen Seite natürlich eine bittere Pille und schlecht für reine Musiker. Aber für jemanden wie mich, der ein komplettes Gesamtwerk – eine Einheit aus Bild, Ton und Geschichte – erschaffen will, ist es ein Segen. Es erlaubt uns, Projekte mit einem Tiefgang zu produzieren, der früher Hollywood-Budgets erfordert hätte.
Ein Blick hinter die Kulissen: Was in 3 Stunden möglich ist
Um euch nicht nur trockenen Text zu liefern, sondern euch direkt zu zeigen,
wovon ich spreche, werft einen Blick auf das beigefügte 10 Jahre Darkbats & Fantasy Video!
Wie die „neuen“ Charaktere aussehen, seht ihr dort in Aktion. Und ganz ehrlich:
Das sieht doch verdammt gut aus.
Um euch ein Gefühl für den neuen Workflow zu geben: Dieses gesamte Video – inklusive Bilderzeugung, Animation und dem finalen Arrangement im Videoschnitt – habe ich in gerade einmal 3 Stunden erstellt. Eine Leichtigkeit und Qualität, die mich jeden Tag aufs Neue motiviert.
Die Reise geht weiter. Alenwen kommt zurück, aber moderner, schicker und freier als je zuvor.
Danke für 10 fantastische Jahre – die nächsten können nur besser werden!
– Ende Teil 1 –









